Home > Allgemein > Kolping DV Hamburg mit einem neuen Vorstand  

Hamburg, 17.06.2019 – Am vergangenen Samstag hat das Kolpingwerk im Erzbistum Hamburg einen neuen Vorstand gewählt. Nach 12 Jahren im Amt, trat der bisherige Vorsitzende Martin Saß nicht wieder zu Wahl an.

Schulze hob das soziale Engagement des katholischen Sozialverbandes hervor. Nächstenliebe, so der Bürgermeister, sei heute leider nicht mehr selbstverständlich. In einer Gesellschaft, die immer individualistischer und damit oft auch egoistischer werden, sei die Arbeit des Kolpingwerkes daher sehr wichtig.

Für den Bildungsteil der Versammlung hatten sich die Kolpingerinnen und Kolpinger mit dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten und heutigen Vorsitzenden der Rentenkommission der Bundesregierung, Karl Schiewerling einen ausgewiesenen Rentenexperten eingeladen. Die Kommission soll Empfehlungen für eine zukunftssichere und generationengerechte Altersvorsorge erarbeiten. Dazu zählen die nachhaltige Sicherung und Fortentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung, der betrieblichen Altersversorgung und der privaten Altersvorsorge. Die Kommission soll im März 2020 ihren Bericht und ihre Empfehlungen für einen verlässlichen Generationenvertrag für die Zeit ab 2025 vorlegen. Im Interview mit dem Journalisten Stefan Rochow machte Schiewerling deutlich, vor welchen Herausforderungen die Rentenkasse heute und in Zukunft stehen wird. Neben dem demografischen Wandel ist es vor allem die Digitalisierung, die immer stärker Einfluss auf die Arbeitswelt nehmen wird, die das Rentensystem herausfordert.

Der Geesthachter Bürgermeister Olaf Schulze (SPD) begrüßte die gut 100 aus den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg angereisten Teilnehmer der Mitgliederversammlung.

 

Als neuen Vorsitzenden wählte die Diözesanversammlung den ehemaligen Lehrer Walter Mahr. Mahr gehört dem Diözesanvorstand schon seit vielen Jahren an und hat sich bisher vor allem in der Partnerschaftsarbeit für den Aufbau sozialer Strukturen in Tansania, dem Partnerland des Diözesanverbandes Hamburg engagiert. Als Stellvertreter wählten die Delegierten Bernhard Bresa aus Kiel. Mit Pfarrer Siegfried Albrecht konnte nach drei Jahren Vakanz auch wieder ein Präses des Diözsanverbandes gewählt werden.  Als drei weitere Vorstandsmitglieder wurden Harald Hofmann, Stefan Rochow und Hermann-Josef Schulz gewählt.

Der neue Vorstand des Kolpingwerk im Erzbistum Hamburg (v.l.n.r.): Ragna Saß, Walter Mahr, Stefan Rochow, Hermann-Josef Schulz, Siegfried Albrecht, Harald Hofmann, Peter Schneider, Bernhard Bresa, Kira Saß, Johannes Elsler

Schwerpunkt für die kommenden Jahren wir vor allem die Sicherung der bisherigen Strukturen des Verbandes sein. Mit dem Kolping Jugendwohnen konnte in den letzten zwei Jahren im Hamburger Stadtteil St. Georg ein zukunftsweisendes Projekt verwirklicht werden. Dort kann jungen Frauen und Männern eine preiswerte Unterkunft und sozialpädagogische Begleitung angeboten. Auszubildenden werden dort erfahrene Pädagoginnen und Pädagogen als Ansprechpersonen zur Seite gestellt. Das verhindert vorzeitige Ausbildungsabbrüche und unterstützt – als Schnittstelle zwischen Ausbildungsbetrieb, Berufsschule, Elternhaus und Jugendlichen – einen erfolgreichen Ausbildungsverlauf. Im Moment ist ein weiteres Haus in Hamburg-Eimsbüttel im Bau.

Im Rahmen des Festgottesdienstes in der Katholischen Kirche St. Barbara in Geesthacht wurde dem ehemaligen Diözesanvorsitzenden Martin Saß die höchste Auszeichnung des Kolpingwerkes Deutschland, das Ehrenzeichen des Kolpingwerkes verliehen. Harold Ries, Mitglied des Bundesvorstands des Kolpingwerkes, würdigte in seiner Ansprache noch einmal das Wirken von Saß für den DV Hamburg. Martin Saß sei auf Bundesebene immer präsent gewesen und hätte sich eingemischt. Er sei eine hörbare Stimme des Kolping DV Hamburg über den Diözesanverband hinaus gewesen.

Und auch andere vergisst das Kolpingwerk nicht. In diesem Jahr geht die Kollekte aus dem Festgottesdienst an den Don-Bosco-Verein in Ahrensbök, der sich für Kinder und Jugendliche engagiert, die mit kostenlosen Selbstverteidigungskursen eine sinnvolle Beschäftigung erhalten sollen.

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